„Und wo ist eure Lehrerin?“

Na, mittendrin im Geschehen: dort hinten schaut sie einer Gruppe von Erstklässlern am Computer zu! Die „i“- Männchen suchen in der PC-Lernwerkstatt auf der Anlauttabelle zum ABC die passenden Bildchen. Klick! „B“ wie „Ball“ – richtig! Drüben sitzen Kinder und notieren selbsterdachte Reime. Andere schreiben und malen im Geschichtenheft. Eine weitere Schülergruppe liest, stellt sich leise Fragen und kreuzt richtige Antworten an. Wieder andere üben mit der Lernkartei.

Dies sind nur wenige der vielen Tätigkeiten beim Umgang mit unserer Sprache im Anfangsunterricht Deutsch. Alle Kinder sind auf Neues gespannt, alle wollen hinzu lernen, möglichst abwechslungsreich. Gute Kenntnisse der deutschen Sprache und ein kompetenter Umgang mit den sprachlichen Mitteln sind Grundlage allen Lernens.

Ob beim Erzählen im morgentlichen Stuhlkreis, dem Fragen, Antworten, dem Erlernen aller Buchstaben und dem Aufschreiben des Neuen – immer geht es dabei auch um die Erweiterung des Wortschatzes und die richtige Verwendung unserer Sprache in vielfältigen und oftmals lustigen Aufgabenformen.

Die Les- und Schreiblernmethoden haben sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Anfangs werden Wörter von den Schülern „abgehört“ und die Laute den Buchstaben zugeordnet, die schon bekannt sind. In den Folgejahren werden mit Übungen und Wiederholungen Rechtschreibregeln systematisch erlernt, so werden die Schüler immer sicherer im Umgang mit Texten.

Wir sind – unter Mithilfe der sogenannten „Lese-Mütter“ – in der Lage, die Lust am Lesen zu wecken, zu fördern und zu erhalten. Es gibt hierzu an unserer Schule Lesenächte und Vorleserunden. Wir laden Kinderbuchautoren ein, und wir besuchen mit den Klassen Büchereien im Umfeld.

Besonders wichtig ist für uns das soziale Lernen in Verbindung mit der Sprache als ein Mittel des Verstehens und der Verständigung untereinander. Der umfassende Sprach- und Schrifterwerb ist eine der Voraussetzungen für das fächerübergreifende Arbeiten in der Klasse und im Team.